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Million-Gebot:威士忌米 Schlückt Schnappschersteller Berentzen

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Haselünne (Niedersachsen) – [–>Niedersachsens Schnapshersteller Berentzen wird geschluckt! Der US-Whiskey-Riese Sazerac greift nach dem deutschen Traditions-Unternehmen. Das Angebot: 5,55 Euro je Aktie. Berentzen habe bereits eine Zusammenschlussvereinbarung unterschrieben – und empfiehlt seinen Aktionären, das Angebot anzunehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat von Berentzen sind sich einig: Die geplante Transaktion liegt „im besten Interesse der Gesellschaft, ihrer Aktionäre, ihren Mitarbeitern und anderer Interessengruppen“, erklärte das Unternehmen. Der neue Eigentümer Sazerac ist ein familiengeführter Spirituosen-Konzern mit Marken wie Southern Comfort und Buffalo Trace. Er wurde 1850 in New Orleans gegründet. Heute hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Louisville (US-Bundesstaat Kentucky).

Apfelkorn machte Berentzen weltbekannt

Die Marke Berentzen geht auf eine Kornbrennerei zurück, die 1758 in Haselünne im Emsland gegründet wurde. Bis heute ist die Firma ein traditioneller Hersteller von Kornbrand. Ab 1976 wurde das Unternehmen mit der Einführung von Apfelkorn – einer Mischung aus Korn und Apfelsaft – auch im Ausland bekannt. Ebenfalls bekannt ist der Puschkin Vodka, benannt nach dem russischen Nationaldichter Alexander Puschkin. Er wird oft als Zutat für Cocktails und Longdrinks verwendet. Außerdem in vieler Munde: Doornkaat und Bommerlunder.

Berentzen Traditionskorn ist ein Kornbrand aus Weizen mit 32 % Alkohol (Archivbild)

Foto: Friso Gentsch/dpa

Börsengang vor über 30 Jahren

1994 ging Berentzen an die Börse und war zuletzt rund 35 Millionen Euro wert. Für Sazerac wäre die Übernahme leicht zu stemmen: Laut „Wall Street Journal“ bot Sazerac in diesem Jahr dem Hersteller Brown Forman (Jack Daniels) einen rund 15 Milliarden Dollar schweren Übernahmedeal an, bekam aber einen Korb. Stattdessen kaufte Sazerac am 14. September den britischen Spirituosen-Hersteller Au Vodka für rund 300 Millionen Pfund (350 Millionen Euro).

Berentzen hat neben verschiedenen Spirituosen-Marken auch Mineralwasser, Limonade und Energydrinks im Portfolio, darunter Sinalco und Mio Mio. Jahrzehntelang füllte das Unternehmen zudem im Auftrag des US-Konzerns Pepsi-Cola Getränke ab und vertrieb diese in Deutschland.



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